
Metallgestaltung und Schmiedearbeiten
Metallgestaltung ist das Handwerk, mit dem Alexander Blaschke angefangen hat: Gesellenprüfung als Metallgestalter mit der Note eins, im selben Jahr Kammersieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks. Hier geht es nicht um Stückzahlen, sondern um Einzelstücke — ein Gitter, das zum Haus passt, ein Geländer, das im Treppenhaus etwas erzählt, ein Möbelgestell, das es so nirgends zu kaufen gibt.
Handwerk, das man sieht
Metallgestaltung ist Handarbeit: Jeder Stab, jede Verdrehung und jedes Zierelement wird einzeln geformt. Deshalb gleicht kein Stück exakt dem anderen — und genau das gibt einem Gitter oder Geländer seinen Charakter. Gegenüber Serienteilen fällt der Unterschied oft schon auf den ersten Blick auf.
Entwurf, dann Werkstatt
Jede Arbeit beginnt mit einer Zeichnung und einem Blick auf das Gebäude. Ein Rankenmotiv, das an einem Klinkerbau der 1970er gut aussieht, wirkt an einem Fachwerkhaus oft fremd. Nach dem Entwurf wird das Material überwiegend kalt gebogen, tordiert und geformt; wo ein Motiv es verlangt, auch warm. Verbindungen werden dort, wo sie sichtbar sind, auf Wunsch als Nietung oder Bund ausgeführt statt verschweißt und verschliffen.
Auch im Kleinen
Nicht jede Anfrage muss ein Tor sein. Ein Handlauf mit geschmiedeten Enden, ein Türklopfer, ein Tischgestell, ein Kaminbesteck — kleine Arbeiten sind willkommen und oft der Anfang für etwas Größeres.
Ausgeführte Arbeiten
Häufige Fragen
- Was unterscheidet Schmiedearbeit von normalem Metallbau?
- Beim Schmieden wird das Material warm umgeformt statt nur geschnitten und verschweißt. Dadurch entstehen Übergänge, Verjüngungen und Verdrehungen, die sich kalt nicht herstellen lassen. Man sieht es vor allem an den Enden und Verbindungen — sie wirken gewachsen statt zusammengesetzt.
- Ist eine Schmiedearbeit immer teurer?
- Pro laufendem Meter ja, weil deutlich mehr Handarbeit darin steckt. Sinnvoll eingesetzt ist der Unterschied aber kleiner, als viele denken: Oft reicht ein geschmiedetes Element an der richtigen Stelle, während der Rest schlicht bleibt.
- Können vorhandene alte Gitter oder Geländer ergänzt werden?
- Ja. Wenn ein Teil fehlt oder beschädigt ist, lässt sich die vorhandene Formensprache aufnehmen und weiterführen. Bringen Sie ein Foto und, wenn möglich, ein Originalteil mit — daran lässt sich am schnellsten ablesen, wie gearbeitet wurde.
- Arbeiten Sie kalt oder warm am Feuer?
- In der jetzigen Werkstatt arbeite ich überwiegend kalt: biegen, tordieren, formen. Damit lassen sich die meisten Gitter, Geländer und Zierelemente umsetzen. Warmarbeiten am Schmiedefeuer sind möglich, aber mit mehr Aufwand verbunden — sprechen Sie mich darauf an, dann sage ich Ihnen, was für Ihr Vorhaben sinnvoll ist. Mit der geplanten eigenen Halle kommt ein Schmiedeofen dazu.
- Wie läuft die Gestaltung ab?
- Wir sprechen über das Gebäude, sehen uns die vorhandenen Formen an und ich zeichne einen Entwurf. Erst wenn der passt, geht es in die Werkstatt. Bei größeren Arbeiten fertige ich vorab ein Musterelement an, damit Sie die Oberfläche in echt beurteilen können.
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